Bilder statt Worte

Ein künstlerisch – integratives Projekt an der Werkrealschule Lichtental

Ein künstlerisches Projekt mit der Vorbereitungsklasse durchzuführen, damit die Schülerinnen und Schüler eine nichtsprachlich Ausdrucksmöglichkeit an ihrer Schule erhalten und dadurch stärker präsent werden, das war die Idee von Schulleiter Günter Grässel und Kulturagent Dr. Ralf Eger bei der Initiierung des Projektes „Bilder statt Worte“. Auf der Suche nach einem Thema, das unabhängig von Kultur und Herkunft ist und gleichzeitig bei vielen Schulakteuren auf großes Interesse stößt, landete man schnell bei der Fußball-WM.

 

Eine Woche lang arbeiteten die Schülerinnen und Schüler im Unterricht an dem Projekt im Rahmen des Modellprogramms „Kulturagenten für kreative Schulen“. Ausgehend von Begriffspaaren wie dynamisch–statisch, eng–weit oder gerade–gebogen wurden bildliche Entsprechungen entwickelt und nebenbei die Bedeutung der Worte sinnlich erfahrbar gemacht. Zusammen mit Farbkompositionen, die das gezeichnete verstärken, haben die Schüler individuelle Hintergründe entworfen, die anschließend durch abstrahierte Fußballmotive und Posen ergänzt wurden. Die Herausforderung für alle war das Übertagen vom gewohnten Papierformat auf die 2,2m x 1,5m großen Stoffbahnen – so großformatige Bilder hatte bisher noch keiner gemalt. Inspiriert und begleitet wurden die Schüler von Künstlern des Ateliers für Kreativität und Gesundheit Baden-Baden und der Klassenlehrerin Frau Walter. Voller Stolz wurden die Werke am Montag am Schulgebäude aufgehängt und der ganzen Schule präsentiert. Auch unser Kulturagent war von der künstlerischen Qualität der entstanden Bilder sichtlich begeistert, zeigen sie doch, dass sich mit künstlerischen Projekten sprachliche Hürden leicht überwinden lassen und verborgene Talente zum Vorschein kommen. In den nächsten Tagen prägen die Bilder das Gesicht der Schule, denn sie sind schon aus der Ferne von der Straße zu sehen.

 

(Ralf Eger)